April 2016 Grasburg/Hohenroda/Hessen Biosphärenreservat
April 2016 Grasburg/Hohenroda/Hessen Biosphärenreservat

Zuerst sterben die Bäume...

Auf dieser Seite blicken wir auf eine unserer wichtigen Lebensgrundlagen: der Wald und seine Bäume.

 

Vorbemerkungen

Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam

Baumschäden unter dem Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder


Anlässlich ärztlicher Hausbesuche bei erkrankten Anwohnern von Mobilfunksendeanlagen fiel ab
dem Jahr 2006 auf, dass häufig gleichzeitig mit den Krankheitssymptomen der Menschen auch
Veränderungen an den Bäumen im Umkreis (Krone, Blätter, Stamm, Äste, Wachstum) aufgetreten
waren. Laub- und Nadelbäume sowie Sträucher aller Arten waren betroffen. Bei Erkrankungen von
Bäumen wird die Diagnose weder durch psychische Einflüsse noch durch Ortswechsel erschwert..
Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder (Radar, Richtfunk, Rundfunk, Fern-
sehen) auf Pflanzen wurden im Verlauf der letzten 80 Jahre wissenschaftlich nachgewiesen.


Ab 2005 wurde die Wirkung der beim Mobilfunk verwendeten, modulierten hochfrequenten EMF
auf Pflanzen in Laborexperimenten untersucht. Mehrere Forschergruppen veröffentlichten Effekte
auf Keimung, Wachstum und Zellstoffwechsel. Über den Gesundheitszustand von Bäumen im Um-
kreis von Mobilfunksendeanlagen liegen erst wenige Veröffentlichungen vor. Diese weisen auf
schädigende Einflüsse hin.


Daher wurde zwischen 2007 und 2014 der Zustand von Bäumen an über 600 Mobilfunkstandorten
dokumentiert. Im Funkschatten von Gebäuden oder anderen Bäumen blieben die Bäume gesund.
Im Strahlungsfeld der Sendeanlagen hingegen wurde das Auftreten von Baumschäden beobachtet.
Einseitig beginnende Kronenschäden auf der Seite, die dem Sender zugewandt ist, stellen ein weiteres, starkes Indiz für einen kausalen Zusammenhang mit Hochfrequenzimmissionen dar.


 

Baumschäden durch Mobilfunk

Neuer Beobachtungsleitfaden

von Helmut Breunig

 

Fotos und Messwerte von Cornelia Waldmann-Selsam,

weitere Fotos von Alfonso Balmori, Helmut Breunig, Örjan Hallberg,

Volker Schorpp, Monika Schuberth-Brehm

 

Hier zum PDF

Download
Beobachtungsleitfaden zu Baumschädn durch Mobilfunk
Beobachtungsleitfaden Baumschäden durch
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Artikel in Wohnen und Gesundheit 163, Mai 2017

Einseitige Baumschädenmit Sichtverbindung zuMobilfunksendern

WOHNGIFTE – PILZE – ELEKTROSMOG 
Gleichzeitiges Erkranken von Menschen und
Bäumen unter Hochfrequenzexposition:  Im Jahr 2004 wandten sich 130 Ärztinnen
und Ärzte mit dem „Bamberger Appell“ an die Öffentlichkeit, weil sie – wie die
Ärzte des Freiburger Appells – den weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes für be-
denklich hielten. Sie forderten Reduzierung der Grenzwerte, Aufklärung der Bevöl-
kerung, Nutzungseinschränkung für Kinder und Jugendliche und Überarbeitung
des DECT-Standards für Schnurlos-Telefone.